DANKBARES HERZ









Rund 100 dankbare Menschen haben sich am Sonntagmorgen zum gemeinsamen Frühstück getroffen.
160 frische Brötchen, dazu Brot und Stuten vom Bäcker, 25 Liter Kaffee,
150 Eier für leckeres Rührei, 80 Scheiben Bacon und köstliche Nachtisch-Variationen – dazu noch viele andere Leckereien.
Viele aus der Gemeinde haben etwas zum Buffet beigetragen, vorbereitet, aufgebaut, Kaffee gekocht und dafür gesorgt, dass am Ende alle satt und zufrieden waren.
Doch mittendrin ging es um eine viel wichtigere Frage:
Wie dankbar bin ich eigentlich für das,
was ich habe?
Ein Anspiel machte diese Frage sichtbar. Mit jeder Beschwerde – schlechtes Wetter, anstrengende Arbeit, Spritpreise … – wurde ein weiterer Stein aufgestapelt. Eine Mauer aus Undankbarkeit entstand.
Denn auch wir kennen Gedanken wie: „Immer ich …“,
„Warum habe ich nicht …?“ oder „Bei anderen ist alles besser.“
Und dahinter steckt noch etwas Größeres:
Gottes Liebe.
Gottes Liebe ist nicht davon abhängig, wie gut wir sind oder was wir leisten. Jesus ist für uns gestorben – aus Liebe. Diese Liebe ist ein Geschenk und nichts kann uns von ihr trennen.
Sie soll aber nicht nur in uns bleiben. Wir sollen sie auch weitergeben. Denn wir können vieles tun und organisieren – ohne Liebe bleibt es leer.
Glaube, Hoffnung und Liebe bleiben. Aber die Liebe ist die Größte.
Und wie bleibt diese Liebe lebendig?
In der Predigt wurde dazu ein Bild erzählt: Ein Fisch schwimmt in einem Glas. Jeden Tag wird eine Tasse Wasser herausgenommen. Eine Tasse macht noch keinen Unterschied. Aber irgendwann fehlt dem Fisch das Wasser.
So kann es auch mit unserem Glaubensleben sein. Wenn wir Jesus immer weniger Raum geben, nicht mehr beten und nicht mehr in der Bibel lesen, fehlt uns irgendwann etwas.
Wir brauchen die Beziehung zu Jesus. Im Gebet mit ihm im Gespräch bleiben, in der Bibel lesen und ihn im Alltag präsent sein lassen.
Und wenn wir tun, was wir können, dürfen wir darauf vertrauen:
Den Rest tut Gott dazu.
Vielleicht ist das auch eine gute Verbindung zwischen Glauben und Dankbarkeit:
Dankbarkeit verändert nicht unbedingt unsere Umstände.
Aber sie kann unseren Blick auf sie verändern.
Manchmal müssen wir gar nicht erst etwas Neues bekommen, um dankbar zu sein.
Manchmal müssen wir nur wieder sehen, was längst da ist.
Danke an alle, die dieses besondere Frühstück vorbereitet, etwas mitgebracht, geholfen und mitgefeiert haben.
Und danke, Gott, für Deine Liebe, Deine Güte und für all das, was wir so oft für selbstverständlich halten.
Ein dankbares Herz sieht nicht nur, was fehlt. Es sieht, was geschenkt ist.
